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staffel 2 · 26.04.2023 · 24 min · websites

Was macht eine gute Website aus? Die 5 Tipps, die ich am häufigsten wiederhole

the temple standard

Meine Mentorin-Kund*innen genießen sehr enge Begleitung.

Und dabei beobachte ich, dass einige Themen immer und immer wieder aufkommen.

Ich einige Tipps immer wieder sage.

Und genau die teile ich heute mit dir hier.

Denn ich denke, dass es die Details sind, die am Ende deine Website wirklich herausstechen lassen.

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Eine gute Website gibt ihren Inhalten Platz, folgt Regeln, die du selbst festgelegt hast, und entsteht in einem Prozess, in dem du Lust auf deine eigene Seite behältst. Das sind 3 der 5 Tipps, die ich Kundinnen im Website-Mentoring immer wieder gebe, manchmal derselben Person wieder und wieder.

Die anderen zwei betreffen Entscheidungen: Folg dem, was dich anzieht. Und wenn dir eine Idee zu groß vorkommt, ist sie wahrscheinlich ein guter Anfang. (Ich benutz dieses „5 Tipps für XYZ“-Format sonst fast nie, das amüsiert mich selbst ein bisschen.)

1. Gib deinem Design Raum

Das sag ich am häufigsten, wenn mir Kundinnen Zwischenstände schicken: Nimm dir mehr Platz. Das Schlagwort dafür ist Whitespace, und es funktioniert wie bei Wohnungen: Je mehr Raum, desto teurer wirkt es.

Mir fällt kaum eine Website ein, die nicht hochwertig wirken soll. So bekommst du Raum in dein Design:

  • Kurze Abschnitte. 2, 3 Sätze, jeweils mit eigener Überschrift. (Side-Note: Das ist auch für SEO gar nicht so ungünstig.)
  • Abschnitte einzeln stellen. Zum Beispiel nur die Hälfte der Breite füllen und die andere leer lassen, oder ein großes Bild daneben.
  • Wenige große Elemente statt vieler kleiner. 3, 4, 5 kleine Bilder sind kleinteilig und ziehen viel Aufmerksamkeit. Ein langer Textblock kostet viel Energie beim Lesen.

2. Mach dir eigene Regeln, und brich sie mit Absicht

Viele Details nehmen wir gar nicht als Wahl wahr, weil wir es gewohnt sind, dass sie auf eine bestimmte Art gemacht werden. Muss das Menü oben im Header stehen und aufklappen? Muss es nicht.

Je mehr dieser Details du bewusst entscheidest, desto mehr entsteht dein eigenes Regelwerk: Schriften, Farben, Breite der Textabschnitte, wie die Buttons aussehen. Ich halte das in einem Style-Sheet fest, und für mich ist das ein lebendes Dokument. Brauche ich etwas Neues, kommt es dazu.

Ein Beispiel: Ich brauche einen Abschnitt, der zwischen 500 und 600 Pixel breit sein soll, und habe schon einen mit 480 definiert. Ja mei, dann wird er halt ein bisschen schmaler.

Und wenn Kundinnen fragen „Muss ich das an dieser Stelle auch so machen?“, ist meine Antwort: Du musst gar nichts, das ist dein Space. Aber wenn du deine Regel brichst, dann mit Absicht, weil du genau dort Aufmerksamkeit hinlenken willst. (Manchmal entscheidet sich die Kundin dann, an dieser Stelle in ihren Regeln zu bleiben und sie woanders noch bewusster zu brechen.)

3. Hör auf, bevor du grollig wirst

In meinen Notizen steht: „Before being resentful, stop. Come back when you are open to play again.“

Ich kenne die innere Antreiberin sehr gut, die sagt: Mach das jetzt noch fertig, es wird sich geil anfühlen, wenn es abgehakt ist. Wenn ich aber merke, dass ich anfange, genervt zu sein, oder mein Körper anfängt zu krampfen, hör ich auf. Sonst färbt der Frust auf das ganze Projekt ab, im schlimmsten Fall auf dein Business.

Wichtig ist beides: aufhören und wiederkommen. Und zwar dann, wenn du wieder Lust hast, Dinge hin- und herzuschieben und auszuprobieren, ohne dass es aufs Ergebnis ankommt.

4. Folg dem, was dich anzieht

Eine Website verlangt unfassbar viele Entscheidungen, und das ist einer der Gründe, warum der Prozess so anstrengend sein kann. Was mir hilft: darauf achten, was mich anzieht und wo mein Körper Nein sagt.

Das muss noch nicht das Perfekte sein. Irgendwas daran reizt mich, also geh ich in diese Richtung weiter, frag mich wieder, was mich anzieht und was nicht, und sortier aus. So wird das Bild von dem, was ich will, Schritt für Schritt klarer.

Im Mentoring passiert das oft beim Reden: Meine Kundinnen fangen an, über ihre Frage zu sprechen, und finden dabei ihre eigene Antwort.

5. „Ist das zu groß?“ ist ein guter Startpunkt

Wenn diese Unsicherheit aufkommt, ist das meistens ein gutes Zeichen. „Realistisch“ ist sowieso so ein Wort, das Ideen killt.

Umgekehrt: Wenn sich alles voll easy machbar anfühlt, frag ich bei manchen Dingen nach. Willst du das wirklich so, oder ist es die Idee, die entsteht, weil alle es so machen und dir noch Inspiration fehlt, was alles möglich ist?

Dann hilft: Websites bewusster anschauen. Ich hab in meinen Lesezeichen einen Ordner, der „Website Diamanten“ heißt (er fühlt sich an, als würde ich meine Wange an richtig weichem Samt reiben). Und ich empfehle Godly, eine Seite, auf der richtig gute Websites gesammelt werden. (godly.website)

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