Muss das Menü oben rechts stehen? Wie du Besucherinnen anders durch deine Website führst
Forget about classic menues_multi-layered webspaces: giving guidance
Aber muss das so sein?
In dieser Podcastfolge steigen wir tief ein in das Thema GUIDANCE. Denn nichts anderes sind Menüs. Und wenn wir dem „klassischen“ Weg folgen ohne ihn zu hinterfragen, dann rauben wir uns selbst wirklich viel Potenzial.
Potenzial, in dem Raum für unsere eigene Energy gewesen wäre.
Potenzial, in dem wir uns abgehoben hätten von anderen Websites.
Was braucht es aber wirklich, um wirklich EINZIGARTIGE Menüs zu kreieren?
Was gibt es für Möglichkeiten?
Und was sind auch Vorteile des „Standards“?
In meinem Shop findest du Ceremonies, um DEINE Energie zu ankern und für dich immer wieder abrufbar zu machen. (Man munkelt, das kann mehrere Monate Hinundher-Überlegen abkürzen!) – https://shop.tiziamacia.com/shop/
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Nein, das Menü muss nicht oben rechts stehen. Das klassische Header-Menü hat einen echten Vorteil: Es ist immer da und zieht Aufmerksamkeit dorthin, wo du sie haben willst. Aber es ist nur eine von vielen Möglichkeiten, deine Besucherinnen zu führen.
Ein Menü-Icon, das ein Vollbild-Menü öffnet, zwei getrennte Menüs, Pop-ups oder gar kein Menü und dafür Führung im Text selbst: Welche Form passt, hängt davon ab, wie deine Menschen ticken. Und bevor du das entscheidest, brauchst du Klarheit darüber, wohin du sie überhaupt führen willst.
Erst die Klarheit, dann das Menü
Gute Führung beginnt nicht beim Menü, sondern bei deinen Angeboten. Die wichtigste Frage bei jeder Website: Wo soll dein Besuch am Ende landen? Beim Kontaktformular, beim Zahlungsanbieter, auf deiner eigenen Bezahlseite?
Dazu:
- Was ist der rote Faden zwischen deinen Angeboten? Bei einer Kundin zeigte sich: Die 1:1-Sitzungen sind die Vertiefung von dem, was in ihren Gruppen passiert. Bei dir kann es das Thema sein, die Perspektive oder der Preispunkt.
- Was ist dein Hauptangebot? Womit willst du deinen Kalender füllen? Dieser Raum bekommt die zentrale Stelle, und von überall wird dorthin verlinkt.
- Wie hängen die Angebote zusammen? Gerade bei vielen Angeboten lohnt sich das Querverlinken: Lieber in der Gruppe? Dann hier entlang.
Ich zeichne mir das als Grundriss auf. Und dann schlüssel ich es von hinten auf: Was muss passieren, damit jemand in den letzten Raum geht? Welche Information, welches Gefühl braucht sie dafür?
(Ganz ehrlich: Den roten Faden in den eigenen Angeboten hab ich auch nicht immer gefunden. Die Klarheit über die Räume der Seite schon.)
Wann das Header-Menü seine Stärke ausspielt
Ein Menü im Header ist dauerhaft sichtbar, manchmal sogar beim Scrollen. Wenn du gerade ein Angebot verkaufen willst, Kontakt herstellen oder Reservierungen annehmen, zieht es die Aufmerksamkeit sofort dorthin. Für manchen Besuch ist der Rest der Seite dann egal, die Person will einfach nur reservieren.
Wie stark dieser Sog ist, sieht man an Landingpages: Dort lässt man das Menü weg, weil es ablenkt.
Die Alternativen
- Menü-Icon. Ein Hamburger, das Wort „Menü“ oder ein eigenes Icon im Stil der Seite. Deine Besucherinnen werden erst in deine Welt gezogen, bevor sie Schlagwörter sehen. Gut für Seiten, die entschleunigen wollen.
- Vollbild-Menü. Alles andere wird abgedunkelt, nur das Menü ist zu sehen. Volle Kanne Fokus, und selbst auf dem Handy mehr Platz.
- Menüs, die einfliegen. Mit denselben Formen, die auf der Seite vorkommen, von einer Seite hereingeschoben.
- Mega-Menü. Mit Oberpunkten und eigener Struktur, praktisch bei Shops. Dort kann man sogar mehrfach sortieren, einmal nach Kategorie, einmal nach Wirkung, damit verschieden denkende Menschen sich zurechtfinden.
- Zwei Menüs. Gesehen bei einem Spa: ein Menü nur für die Treatments, ein zweites für Kontakt und Organisatorisches. Das Erlebnis-Menü war sichtbarer. (Auf meiner damaligen Website hatte ich auch zwei: eins für alles Kostenfreie, eins fürs Zusammenarbeiten.)
- Pop-ups. Kleine Räume in Räumen. Man bleibt, wo man ist, nichts lädt neu, und trotzdem öffnet sich etwas. Meine Über-mich-„Seite“ war damals gar keine Seite, sondern ein Pop-up, verlinkt an den Stellen, wo es passte.
- Gar kein Menü. Dann führst du komplett selbst durch die Seite.
Kein Menü heißt: du übernimmst die Kontrolle
Ein Menü gibt Menschen Überblick und damit ein Gefühl von Kontrolle. Viele mögen das.
Wenn du es weglässt, nimmst du ihnen diese Kontrolle, und das kann richtig gut sein, weil du sie tiefer ins Gefühl führen kannst. Es muss dir nur bewusst sein.
Dann werden die anderen Werkzeuge wichtiger:
- Buttons, Calls-to-Action und Links im Text.
- Fortschrittsanzeigen, wie bei Checkouts oder Umfragen: Schritt 3 von 5, 60 % geschafft.
- Abschnittszähler, wie unten rechts auf Präsentationsfolien (nur schöner).
- Gestaltete Übergänge. Im Text („Erfahr im nächsten Abschnitt, wer ich eigentlich bin“) oder visuell, mit einem Pfeil, oder mit Text, der selbst in Pfeilform gesetzt ist.
Und was passt zu dir?
Manchmal ist es eine richtig mutige Entscheidung, das Menü wegzulassen. Manchmal ist es genauso mutig, in den Header zu gehen und noch einen Button reinzusetzen, oder das Menü mit Bildern und kurzen Erklärungen zu bauen.
Frag dich: Wie fühlen sich deine Menschen geborgen? Wollen sie die Kontrolle abgeben, oder brauchen sie Orientierung? Und geh dabei von deinen größten Fans aus.
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