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staffel 2 · 31.08.2022 · 61 min · design

Wie viel Persönliches gehört in dein Business? Ana Sophie Rose: persönlich, aber nicht privat

the temple standard

Diese Folge wird dich berühren, sodass du Gänsehaut hast.
Sie wird dich bewegen, sodass du mehrmals zurückspulen wollen wirst.
Sie ist etwas ganz besonderes: Das Gespräch selbst ist KUNST!

Ana Sophie Rose und ich weben einen Mmmmh-Moment an den anderen und schenken dir Impulse…
… zu Geheimnissen rund um Community Building, was sich sicher, nah und empowernd anfühlt.
… zu dem Mythos „Du bist die Brand“ (und du musst einfach nur SEIN).
… warum es niemandem hilft, wenn du „alles mit dir machen lässt“.
… dazu, was eigentlich ZU privat zum Teilen ist.

This episode is pure.
Magic.
On fire.

Große Liebe für diese Frau, die unsere Business-Welt juicyer und yummyer macht.
I am sure you will feel it. love it. vibe with it.

Ana Sophie Rose findest du hier:
Anas Instagram: https://www.instagram.com/anasophierose/
Anas Website: https://www.anasophierose.com/

Mich findest du hier:

[lesen]

Persönlich ja, privat nein: So zieht Ana Sophie Rose die Grenze, und sie hat sie für sich ganz bewusst festgelegt. Persönlich heißt, wie sie spricht, wie sie die Dinge sieht, wie es ihr gerade geht. Privat heißt Familie, Freunde, Beziehung, und darüber redet sie in ihrem Business nicht.

„Du würdest in meiner Brand nicht sehen, wie ich meine Wäsche zusammensortiere.“ Und du musst ihre dreckigen Teller nicht sehen, damit sie authentisch ist. Ihre Authentizität entsteht woanders: in der Art, wie sie spricht, und darin, was sie teilt.

Nervosität ja, Wäsche nein

Wie das im Alltag aussieht, zeigt der Anfang unseres Gesprächs. Ich hab gesagt, dass ich nervös bin. Ana: Genau so mach ich das auch.

Was gerade bei ihr los ist, spricht sie aus, und sie wird dadurch nicht weniger. Nicht weniger Expertise, nicht weniger in ihrer Arbeit.

(Mitten in der Aufnahme hat es bei ihr an der Tür geklingelt. „Es hat gerade geklingelt, ich mache nicht auf.“ Besser hätte man es nicht inszenieren können.)

Das Gegenteil davon ist, etwas darzustellen, das gerade nicht dein Zustand ist. Das findet Ana schlimmer als jede Nervosität.

Erst durcharbeiten, dann darüber reden

Ihre wichtigste Regel: Sie spricht über ein Thema erst dann öffentlich, wenn sie es selbst durchgearbeitet hat. Prozesse, in denen sie selbst noch steckt und für die sie noch keine Klarheit hat, macht sie in ihrem Business nicht auf.

Dazu gehört auch, offen zu sagen, wofür sie nicht zuständig ist. Ein Thema, an dem sie selbst noch lernt, benennt sie als ihr Lernfeld, und dazu arbeitet sie nicht.

„Es gibt so geile Relationship Coaches. Ich bin keiner.“ Business und Spiritualität und die Verbindung davon: Das kann sie.

Ich hatte dabei das Bild von einem kleinen, zarten Ei. Manche Themen werden irgendwann wichtig für deine Brand, und trotzdem bleiben sie privat, bis sie ausgebrütet sind.

Du bist nicht deine Brand

„Ich bin ja einfach, und das ist meine Brand“: Diesen Satz findet Ana schwierig. Eine Personal Brand hängt an einer Person, klar. Und trotzdem ist sie etwas, das sie bewusst gebaut hat, fast wie einen lebendigen Organismus: mit Angeboten, Kunst, Community, einer eigenen Energie.

Ihr Vergleich: Alnatura oder Nike haben eine Identität, die man wiedererkennt und die auch ohne die Gründer weiterlebt. Ihre Brand besteht auch dann, wenn Ana privat mal krank ist.

Und die Ästhetik dazu entsteht nicht durch Abschauen. Viel in der Coaching-Szene ist Copy-Paste: Naturtöne und eine schöne Schrift, als ergäbe das eine Marke.

Ihre eigene beschreibt sie mit Wörtern, die aus dem Gefühl kommen: sinnlich, ein bisschen dark, ein bisschen moody, Kunst, Confidence. (Sie sagt auch: Früher war sie viel mehr Hippie. Sie hat sich erlaubt, erwachsener zu werden, und ihre Brand mit.)

Community auf Augenhöhe

Was Ana an Community wichtig ist, sagt sie zuerst über das Gegenteil: Follower-Zahlen als Spiel. „Wer will Reichweite, wenn es einfach nur leere Zahlen sind?“

Ihre Brand ist aus 1:1-Sessions gewachsen, erst danach hat sie skaliert. Was ihr wichtig ist:

  • Kein Podest. Ich hatte erzählt, dass ich einen Moment gebraucht habe, sie anzufragen. Für Ana ist das ein Podest, das nur im Kopf existiert. Sie lernt in ihrer Arbeit genauso wie ihre Kundinnen.
  • Die Beziehung vor dem Algorithmus. Wenn Reels gerade angesagt sind, sie sich aber nicht danach fühlt, macht sie keine. Täglich posten, nur damit der Algorithmus zufrieden ist, macht sie auch nicht. Ihr schreiben Menschen: Du teilst nicht immer was, aber wenn, dann ist es on point.
  • Klare Grenzen. Sprachnachrichten auf Instagram von Menschen, mit denen sie noch nie Kontakt hatte, hört sie nicht an. Wenn sie in Hamburg auf der Straße angesprochen wird, sagt sie auch freundlich: Ich möchte mich nicht unterhalten.

Erst wenn diese Grenzen stehen, kann sie aus vollem Herzen geben, sagt sie. Dann macht es Spaß, statt sich nach Pflicht anzufühlen.

Und hinter dem „effortless“ steckt Arbeit

Ana sagt offen: Es darf leicht aussehen, aber dahinter stecken Denkprozesse. Wann kreiere ich, was kreiere ich, wo sind meine Grenzen, was geht nicht.

Und Desire-led Business heißt für sie nicht, nur noch zu tun, was Spaß macht.

Sie hat in ihrem Business Tränen geweint und am Anfang gedacht: Niemand versteht, was ich mache. Getragen hat sie, dass sie unbedingt dorthin wollte. Und eine Struktur mit Backoffice und Team, die das Gefühl trägt.

[design]

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